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Inhalt - Übersicht

Einleitung

Erster Teil.
Die Idee des Kunstschönen oder das Ideal

Stellung der Kunst im Verhältnis zur endlichen Wirklichkeit und zur Religion und Philosophie

Zweiter Teil. Entwicklung des Ideals zu den besonderen Formen des Kunstschönen

Dritter Teil.
Das System der einzelnen Künste

Vom “Ende der Kunst” >

Wie nun aber die Kunst in der Natur und den endlichen Gebieten des Lebens ihr Vor hat, ebenso hat sie auch ein Nach, ...  >>>

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Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Vorlesungen über die Ästhetik
                          
(1835-1838)                                                              

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b. Stil

"Le style c'est l'homme même", ist ein bekanntes französisches Wort.
Hier heißt Stil überhaupt die Eigentümlichkeit des Subjekts, welche sich in seiner Ausdrucksweise, der Art seiner Wendungen usf. vollständig zu erkennen gibt. Umgekehrt sucht Herr von Rumohr (Italienische Forschungen*) , Bd. I, S. 87) den Ausdruck Stil "als ein zur Gewohnheit gediehenes Sichfügen in die inneren Forderungen des Stoffes (zu) erklären, in welchem der Bildner seine Gestalten wirklich bildet, der Maler sie erscheinen macht",
und teilt in dieser Beziehung höchst wichtige Bemerkungen über die Darstellungsweise mit, welche das bestimmte sinnliche Material der Skulptur z. B. erlaubt oder verbietet.
Jedoch braucht man das Wort Stil nicht bloß auf diese Seite des sinnlichen Elementes zu beschränken, sondern kann es auf diejenigen Bestimmungen und Gesetze künstlerischer Darstellung ausdehnen, welche aus der Natur einer Kunstgattung, innerhalb derer ein Gegenstand zur Ausführung kommt, hervorgehen.
In dieser Rücksicht unterscheidet man in der Musik Kirchenstil und Opernstil, in der Malerei historischen Stil von dem der Genremalerei. Der Stil betrifft dann eine Darstellungsweise, welche den Bedingungen ihres Materials ebensosehr nachkommt, als sie den Forderungen bestimmter Kunstgattungen und deren aus dem Begriff der Sache herfließenden Gesetzen durchgängig entspricht.
Der Mangel an Stil in dieser weiteren Wortbedeutung ist dann entweder das Unvermögen,
sich eine solche in sich selbst notwendige Darstellungsweise aneignen zu können,
oder die subjektive Willkür, statt des Gesetzmäßigen nur der eigenen Beliebigkeit freien Lauf zu lassen und eine schlechte Manier an die Stelle zu setzen. Deshalb ist es auch, wie schon Herr von Rumohr bemerkt, unstatthaft, die Stilgesetze der einen Kunstgattung auf die der anderen zu übertragen, wie es Mengs z. B. in seiner bekannten Musenversammlung in der Villa Albani tat, wo er "die kolorierten Formen seines Apollo im Prinzipe der Skulptur auffaßte und ausführte". In ähnlicher Weise sieht man es vielen Dürerschen Gemälden an, daß Dürer den Stil des Holzschnittes sich ganz zu eigen gemacht und auch in der Malerei besonders im Faltenwurf vor sich hatte.

*) Karl Friedrich von Rumohr, Italienische Forschungen, 3 Bde., Berlin und Stettin 1826-31

 

 

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